Handbuch »Bühnen­technik - Bühnen­beleuchtung«

dieter schliermann

-   Le­se­pro­be   -


home      sofort bestellen     Dieser Text ist leider nicht mehr aktuell. Eine Lese­probe aus der aktuellen Auflage im pdf-For­mat zum Ausdrucken gibt es hier

 

 

 

MVStättV  Anwendung  Begriffe  Bestuhlung, flurp  Geländer  Rettungswege  Baustoffe, Rauchabzug, EV  >5000  tech. Probe  Gastspielprüfbuch  off. Feuer  Messe  Toi  Heizung  Brandschutzkonzept  org. Brandschutz  BMZ  Feuerlöscher  Betreiber  V.leiter  VfV  Prüfungen 

 

 

 

 


⇐zurück    nächstes Kapitel    weiter⇒

 

 

1.3.2.    Anwendungsbereich

 

 

„Ver­samm­lungs­stät­ten sind bau­li­che An­la­gen oder Tei­le bau­li­cher An­la­gen, die für die gleich­zei­ti­ge An­we­sen­heit vie­ler Men­schen bei Ver­an­stal­tun­gen, ins­be­son­de­re er­ziehe­ri­scher, wirt­schaft­li­cher, ge­sel­li­ger, kul­tu­rel­ler, künst­le­ri­scher, po­li­ti­scher, sport­li­cher oder un­ter­hal­ten­der Art, be­stimmt sind so­wie Schank- und Spei­se­wirt­schaf­ten.“  

mit mehr als

   200   Be­su­cher in Ver­samm­lungs­stät­ten, Stu­dios, Dis­co      ~ ab 100 m²

   200   Besucher in Ausstellungs- und Messehallen, Gaststätten8    ~ ab 200 m²

1.000   Be­su­cher in Ver­samm­lungs­stät­ten im Frei­en mit Sze­nenfl. u. Tri­bü­ne    

5.000   Be­su­cher in Sport­sta­dien u. Frei­sport­an­la­gen mit fester Tri­bü­ne       

 

Gilt nicht für

„Die Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung gel­ten nicht für

1. Räu­me, die dem Got­tes­dienst ge­wid­met sind,

2. Un­ter­richts­räu­me in all­ge­mein- und be­rufs­bil­den­den Schu­len,

3. Aus­stel­lungs­räu­me in Mu­seen,

4. Flie­gen­de Bau­ten.“ 

▪ Räu­me die dem Got­tes­dienst ge­wid­met9   sind, nur wäh­rend des Got­tes­dienstes

▪ Un­ter­richts­räu­me an Schu­len10  (außer Aula etc.)

▪ nur Aus­stel­lungs­räu­me in Mu­seen sind aus­ge­nom­men!  Vortragsäle, Foyer, und Cafeteria fallen in den An­wen­dungs­be­reich.

▪ für Flie­gen­de Bau­ten gilt die FlBauR, auch Tri­bü­nen und Büh­nen die Flie­gen­de Bau­ten sind fal­len nicht in den An­wen­dungs­be­reich der VStättV

▪ die bloße An­samm­lung von Men­schen un­ter freiem Him­mel z.B. Straßen­fest)

▪ Volks­feste (gilt je­doch z.B. für szen. Dar­bie­tung mit mehr als 1.000 Be­su­cher und Ein­zäu­nung in­ner­halb eines Volks­festes)

▪ Groß­ver­an­stal­tun­gen, die nicht ein­ge­zäunt sind und da­her je­der­zeit un­ge­hin­dert be­treten und ver­las­sen wer­den kön­nen (schon in MVStättV 200211 )

▪ Groß­ver­an­stal­tun­gen ohne feste bau­li­che Tri­bü­nen  

 

Ver­samm­lungs­stät­ten im Freien

fal­len nur dann unter die MVStättV, wenn sie fol­gen­de Ein­rich­tun­gen ha­ben:

▪ mehr als 1.000 Be­su­cher­plätze    und

▪ Sze­nen­flä­che(n)    und

▪ Tri­bü­nen, die kei­ne flie­gen­den Bau­ten sind 

 

so­wie Sport­sta­dien und Frei­sport­an­la­gen mit Tri­bü­nen und mehr als 5 000 Be­su­chern

 

 

 

 

 

1.3.2.1.    Be­mes­sung der Be­su­cher­zah­len

 

Es gilt das Fas­sungs­ver­mö­gen des Rau­mes, der den Be­su­chern zur Ver­fü­gung steht.

 

Ent­schei­dend ist die An­zahl der Be­su­cher!

Mit­wir­ken­de, Ord­ner und Ser­vi­ce­per­so­nal zäh­len nicht.

 

Da­bei zählt die dem Pub­li­kum zu­gäng­li­che Flä­che, al­so ohne Sze­nen­flä­che, Gastro, Theke, Back­stage, etc.

 

 

Sitz­plätze an Ti­schen 1 Be­su­cher je m²
Sitz­plätze in Reihen 2 Be­su­cher je m²
Steh­plätze 2 Be­su­cher je m²
Steh­plätze auf Stu­fen­reihen   2 Be­su­cher je lfm Stu­fen­reihe
Aus­stel­lungs­räu­me 1 Be­su­cher je m²

(falls kein ge­neh­mig­ter Be­stuh­lungs­plan vor­han­den)

 

 

Die­se Be­mes­sungs­for­mel gilt auch für:

▪ An­zahl Roll­stuhl­plätze

▪ An­zahl Toi­let­ten

▪ An­zahl Be­hin­der­ten­park­plätze

 

 

Messe und Aus­stel­lungs­hal­len

Für die Be­mes­sungs­for­mel gilt die Grund­flä­che des Ver­samm­lungs­rau­mes.

Mehr­ge­schossi­ge Stän­de zählen nur ein­fach.

Werden Messe- oder Aus­stel­lungs­hal­len für an­de­re Ver­an­stal­tun­gen ge­nutzt, müs­sen die not­wen­di­gen Ret­tungs­we­ge auch mit 2 Be­su­chern je m² be­rech­net wer­den, oder es darf nur eine Teil­flä­che der Hal­le ge­nutzt wer­den.

 

 

 

 

 

1.3.2.2.   Vorübergehende Bühnennutzung

 

Bayern u. Nieder­sach­sen

recht­zeitig An­zei­ge/An­trag an die Bau­auf­sicht

NRW

An­zei­ge nach § 2.4.4 Büro­kra­tie­ab­bau­ge­setz I oder wahl­weise Bau­an­trag

an­de­re Län­der

Bau­an­trag12 oder bau­recht­liche Dul­dung be­an­tra­gen. 

„Wer­den baul­iche An­la­gen, die für eine an­de­re Nutzung ge­neh­migt sind, im Ein­zel­fall als Ver­samm­lungs­stät­te ... ge­nutzt, sind die Be­stim­mun­gen der MVStättV ent­spre­chend an­zu­wen­den.“

 

 

 


[8]       Nie­der­sach­sen und BW: Gast­stät­ten > 400 Be­su­cher

[9]       muss in der Bau­ge­neh­mi­gung drin stehen

[10]      nur Unter­richts­räu­me an all­ge­mein­bild. oder be­rufs­bild. Schu­len, da für die­se die Mus­ter-Schul­bau-Richt­li­nie gilt.    Uni­ver­si­tä­ten fallen unter die MVStättV (Hör­säle+Aula+ .....), Aus­nahme Nie­der­sach­sen

[11]      Be­grün­dung ARGEBAU 2002, Seite 4

[12]      Bau­vor­lagen­be­rech­tigung nicht nötig für Nutzungs­än­de­rung


⇐zurück    nächstes Kapitel    weiter⇒

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x




 

 

sofort bestellen

 

 

weitere Seiten:   MVStättV  Anwendung  Begriffe  Bestuhlung, flurp  Geländer  Rettungswege  Baustoffe, Rauchabzug, EV  >5000  tech. Probe  Gastspielprüfbuch  off. Feuer  Messe  Toi  Heizung  Brandschutzkonzept  org. Brandschutz  BMZ  Feuerlöscher  Betreiber  V.leiter  VfV  Prüfungen 

 


 


home     impressum-kontakt     datenschutz