Handbuch »Bühnen­technik - Bühnen­beleuchtung«

dieter schliermann

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1.3.4.    Bestuhlung u. Gänge

 

 

 

 

 

1.3.4.1.    Sitzplätze

 

" In Reihen angeordnete Sitzplätze müssen unverrückbar befestigt sein; wer­den nur vorübergehend Stühle aufgestellt, so sind sie in den ein­zel­nen Reihen fest miteinander zu verbinden. ...

... gilt nicht für Gaststätten und Kantinen sowie für abgegrenzte Bereiche von Ver­samm­lungs­stät­ten mit nicht mehr als 20 Sitzplätzen und ohne Stufen, wie Logen".

[§ 10.1]

"Sitzplätze müssen mindestens 0,50 m breit sein."                            [§ 10.3]

 

Bestuhlungsplan Seite 18

Ab 5.000 Besucher

Sitze B1, Unterkonstruktion nicht brennbar,                                         [§ 33.2]

Einzelsitze, unverrückbar befestigt                                                     [§ 10.2]

 

 

 

VStättV (1978)                                           [VStättV 1978  §§ 13, 14]

unverrückbar                                                                                          

gelegentlich aufgestellte Stühle mind. in den einzelnen Reihen fest miteinander ver­bun­den. Am Ende der Reihen mit dem Fußboden verbinden ist nicht mehr gefordert. 13

Sitzplätze mind. 50 cm breit14

Stehplätze mind. 50 cm breit.; max. 45 cm tief                                      [§ 13]

ohne Stuhl:  2 Personen / m²; wenn Ausgänge reichen

 

Loge max. 10 lose Stühle

 

 

 

1.3.4.2.    Reihen und Blöcke

Reihen

"Zwischen den Sitzplatzreihen muss eine lichte Durchgangsbreite von min­de­stens 0,40 m vorhanden sein."         [§ 10.3]

lichte Durchgangsbreite = die engste Stelle senkrecht zwischen den Stühlen

 

 

"Seitlich eines Ganges dürfen höchstens 10 Sitzplätze, bei Ver­samm­lungs­stät­ten im Freien und Sportstadien höchstens 20 Sitzplätze angeordnet sein. Zwi­schen zwei Seiten­gän­gen dürfen 20 Sitzplätze, bei Ver­samm­lungs­stät­ten im Freien und Sportstadien höchstens 40 Sitzplätze an­ge­ordnet sein. In Ver­samm­lungs­räumen dürfen zwischen zwei Seiten­gän­gen höch­stens 50 Sitz­plätze ange­ord­net sein, wenn auf jeder Seite des Ver­­samm­lungs­­rau­mes für je­weils vier Sitz­rei­hen eine Tür mit einer lich­­ten Breite von 1,20 m an­ge­ord­net ist."                          [§ 10.5]

Blöcke                                                                                       [MVStättV § 10.4]

"Sitzplätze müssen in Blöcken von höchstens 30 Sitzplatzreihen an­ge­ord­net sein.

Hinter und zwischen den Blöcken müssen Gänge mit einer Mindestbreite von 1,20 m vorhanden sein.

Die Gänge müssen auf möglichst kurzem Weg zum Ausgang führen."

 

im Freien

An jeder Seite eines Ganges max. 20 Plätze15       Block 40 Plätze16 

Ab 5.000 Besucher: Sitzplätze befestigt, schwer entflammbar (Nachweispflicht)

 

 

 

VStättV (1978)

zwischen den Reihen mind. 45 cm (Lot),   (fl. Bau 45 cm)           [VStättV 1978  § 14.1]

An jeder Seite eines Ganges max. 16 Plätze       Block 32 Plätze           [§ 14.2]

(50 bei extrem vie­len Ausgängen, 12 bei steil ansteigenden Platzreihen)

Steil ansteigend ist > 32 cm                                                     [VStättV 1978  § 13.2]

 

 

 

1.3.4.3.    Tische

 

"Von jedem Tischplatz ... zu einem Gang ... max. 10 m. Der Abstand von Tisch zu Tisch soll 1,5 m nicht unterschreiten"                                              [§ 10.6]

"Die Fassung als Soll­vor­schrift er­mög­licht ... die Reduzierung des Tischabstandes jedoch nur unter gleich­zeitiger Re­du­zierung der Weglänge" 17   

 

  Bierzeltgarnituren FlBauR Seite 31

 

 

 

VStättV (1978)                                                              [VStättV 1978   § 13]

jeder Tisch muss an einem Gang aufgestellt sein, von jedem Stuhl bis Gang max. 5 m                  

 

 

 

1.3.4.4.   Gänge

                                                                                                                              

 "Die lichte Breite eines jeden Teiles von Rettungswegen muss mindestens 1.2 m be­tragen"        [MVStättV § 7.4]

je nach Anzahl der darauf angewiesenen Besucher             Bemessung Seite 19

Gang hinter und zwischen den Blöcken mind. 1,2 m                  [MVStättV § 10.4]

Stufengänge                                                                   [MVStättV § 10.8]

Stufen in Gängen = Stufengänge                                                               

Steigung       10 cm -  19 cm

Auftritt mind. 26 cm

Reihen müssen auf gleicher Höhe mit dem Stufengang sein

Halle ab 5.000 Besucher u. Stadien   farblich kennzeichnen

 

 

Stufengänge sind keine Treppen.                                                              

 

 

 

VStättV (1978)                                                                                              [VStättV 1978  § 20]

Gänge in Ver­samm­lungs­räu­men mit fester Bestuhlung mind. 0,90 m              

Klappsitze in Gängen sind unzulässig (wenn sie seitlich in den Fluchtweg ragen)

 

 

 

1.3.4.5.    Rollstühle

DIN 18 024             Barrierefreies Bauen

 

 

MVStättV                                                                     

1% der Plätze, jedoch mind. zwei                                                       [§ 10.7]

in der Nähe der Ausgänge

mit Platz für Begleitperson

Platz und Weg dorthin mit Hinweisschilder gut sichtbar ...

Die Anordnung der Plätze für Rollstühle muss aus dem Bestuhlungs- und Rettungs­wege­plan hervorgehen.     [MVStättV § 44. 5]

 

 

Rampe für Rollstühle max. 6 % Steigung (Selbstfahrer)                   [DIN  18 024]

bis 20 % wenn von einer kräftigen Person geschoben

 

 

Rollstühle am besten nur mit Begleitperson zulassen.

Behindertenparkplätze

MVStättV  § 13                                                                 

für mind. die Hälfte der Plätze nach § 10.7, ....                                oben

dauerhaft und leicht erkennbar hinzuweisen

(Länderspez. teilweise auch durch eigene Stellplatzrichtlinie geregelt)

 

 

 

 

DIN 4844 - 3         Sicherheitskennzeichnung; Flucht- und Rettungspläne 2003

DIN ISO  23 601   Sicherheitskennzeichnung - Fluchtwegpläne                    2010

ASR A2.3                 Fluchtwege, Notausgänge, Flucht-und Rettungsplan           

 

 

"Die Anordnung der Sitz- und Stehplätze, einschließlich der Plätze für Roll­­stuhl­be­nut­zer, der Bühnen- Szenen- oder Spielflächen sowie der Ver­lauf der Ret­tungs­­wege sind in einem Bestuhlungs- und Rettungs­we­ge­plan im Maßstab von mind. 1:200 dar­zu­stel­len."                                                                  [§ 44.5]

 

 "Sind ver­schie­de­ne Anordnungen vorgesehen, so ist für jede ein be­son­de­rer Plan vor­zu­legen."  

 

 "Eine Ausfertigung .. für die jew. Nutzung .. ist in der Nähe des Haupt­ein­gan­­ges eines jeden Versammlungsraumes gut sichtbar an­zu­brin­gen."            [§ 32.2]

 

Höhe: 1,6 m vom Boden zur Planmitte                                      [DIN 4844 -3  7.]

 

 

"Der Verlauf der Rettungswege im Freien, die Zufahrten und die Auf­stell- und Be­we­gungs­flächen für die Einsatz und Rettungs­fahrzeuge sind in ei­nem be­son­deren Außenanlagenplan darzustellen."                                                     [§ 44.4]

"Die Zahl der ... genehmigten Besucherplätze darf nicht überschritten und die ge­­nehmigte Anordnung ... darf nicht geändert werden."                        [§ 32.1]

 

je ein gesonderter Plan für verschiedene Nutzungen

ggf. techn. Plan mit Bemaßung als Anlage

 

 

Muster-Plan in ISO  23 601und BGV A8 (Anhang 3)

Be­stands­schutz

Bestuhlungspläne in bestehenden Ver­samm­lungs­stät­ten haben Be­stands­schutz.

 

 

 

VStättV (1978)                                             [VStättV 1978   § 120]

Bestuhlungsplan in der Nähe des Haupteinganges aushängen.

Wei­tere Plätze dürfen nicht ge­schaf­fen wer­den.

Die genehmigte Anordnung der Besucher­plätze darf nicht ge­än­dert werden.    

 

 

 

1.3.4.7.   Tribünen im Versammlungsraum

Normen für Tribünen                                                                    Tribünen FlBauR Seite 31

 

 

 

 

MVStättV 2005                                                                                          [§ 3.6]

"Die Unterkonstruktion der Fußböden von veränderbaren Tri­bü­nen und Po­­dien, die veränderbare Einbauten in Ver­samm­lungs­räu­men sind, muss aus nicht­brennbaren Bau­stoffen bestehen; dies gilt nicht für Po­dien mit ins­ge­samt nicht mehr als 20 m² Fläche."

 

 

Räume unter Tri­bü­nen: Feuerbeständig (F 90)                      [MVStättV 2005 § 3.4]

Keine Brandlasten unter der Tribüne lagern.

 

 

Unterkonstruktion von veränderbaren Einbauten wie Podien und Tribünen       

nicht  durch dynamische Schwingungen gefährdet  

Standsicherheitsnachweis: geprüfte Statik mit Bauüberwachung durch Sach­ver­stän­digen oder mit "Baubuch" nach FlBauR.

 

 

10 Plätze  Block 20 Plätze                                  Reihen und Blöcke Seite 18

Auch für Tribünen zwei voneinander unabhängige bauliche Rettungswege.

   [MVStättV § 6.2]

 

 

"Werden Tribünen und Podien, die Fliegende Bauten sind und als solche eine Aus­füh­rungs­genehmigung (Prüfbuch) haben, vorübergehend in einen Versamm­lungs­raum ein­gebaut, werden sie dadurch zu veränderbaren Einbauten und müs­sen die zu­­sätz­li­chen An­for­de­run­gen an diese veränderbaren Einbauten er­fül­len." 18

 

Auch wenn die Standsicherheit mit dem "Baubuch" nach FlBauR nachgewiesen wer­­den kann, müssen die Rettungswege, die Bestuhlung, die Stufenhöhe, die Bau­stoff­­an­­for­de­run­gen etc. der VStättV entsprechen.

 

siehe auch DIN EN 13200 T1, T 4-6,           Tribünen fl. Bau Seite 31,   Wellenbrecher S. 24


[13]        Bay. Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 26/1997 Seite 837

[14]        in Zelten auch 44 cm  (fl. Bau 5.6.1)

[15]        Baden Württ.: An jeder Seite eines Ganges max. 30 Plätze, Block auch nur max. 40 Plätze

[16]        Tribüne im Freien: An jeder Seite 32-24 Stühle            FlBauR 3.2   Seite 31

[17]        Begründung ARGEBAU 2002, Seite 16

[18]        Fachkommission Bauaufsicht 2005 in Begründung zur MVStättV S. 9 unten


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