Handbuch »Bühnen­technik - Bühnen­beleuchtung«

dieter schliermann

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MVStättV  Anwendung  Begriffe  Bestuhlung, flurp  Geländer  Rettungswege  Baustoffe, Rauchabzug, EV  >5000  tech. Probe  Gastspielprüfbuch  off. Feuer  Messe  Toi  Heizung  Brandschutzkonzept  org. Brandschutz  BMZ  Feuerlöscher  Betreiber  V.leiter  VfV  Prüfungen 

 

 

 

 


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1.3.7.   Bauliche An­for­de­run­gen in Versammlungsstätten

 

▪ Ver­samm­lungs­stät­ten müssen Blitzschutzanlagen haben, die auch die sicher­heits­tech­nischen Einrichtungen schützen (äußerer und innerer Blitzschutz).                    ➔ S. 102

▪ Brandwände

▪ eigenes Bühnenhaus für Großbühne                                          [MVStättV § 22]

 

 

 

mehrgeschossige Ver­samm­lungs­stät­te                     [MVStättV § 3]

tragende Bauteile und Trennwand zur Bühne F 90

Außenwände nicht brennbar

 

 

 

eingeschossige Ver­samm­lungs­stät­te

tragende Bauteile und Trennwand zur Bühne F 30

 

 

 

Feuerbeständig (F 90)

Werkstätten, Magazine, Lagerräume, Räume unter Tri­bü­nen und Podien,       

äußere Brand­wände, Bühnenhaus

Räume mit besonderen Brandgefahren

 

 

 

Stände und Arbeitsgalerien für Licht und Ton, etc.: nicht brennbar [MVStättV § 18.1]

 

 

 

§ 4 Dächer

§ 5 Dämmstoffe, Unterdecken, Bekleidungen, Bodenbeläge

 

Lagerräume Seite 82

Leitungsanlage MLAR Seite 15

 

 

 

 

1.3.7.1.     Türen und Tore

Feuerhemmend, rauchdicht und selbstschließend                        [MVStättV  9.1]

in inneren Brandwänden

in anderen raumabschließenden Innenwänden die F 90 sein müssen

 

Rauchdicht und selbstschließend

in raumabschließenden Innenwänden die F 30 sein müssen

 

Bauteile Türen S. 14,   Breite der Türen S. 19,  Türen in Rettungswegen S. 20

 

 

 

1.3.7.2.    Bau­stoff­an­for­de­run­gen Versammlungsraum

 

Bau­stoffklassen Seite 12  

 

 Bau­stoff­an­for­de­run­gen im Versammlungsraum -MVStättV-

 

 

Anforderung

MV­StättV

Dämmstoffe

immer

A

§ 5.1

 

 

 

 

Unterdecken und Bekleidungen

in Ver­samm­lungs­räu­men  

< 1.000 m²

B1 + d0    oder

geschlossene, nicht hinterlüftete Holzverkleidungen*

§ 5.3

§ 5.5

§ 5.6

an Decken

in Ver­samm­lungs­räu­men

> 1.000 m²

A

§ 5.3

Unterkonstruktion, Hal­­terungen u. Befestigun­gen von Unterdecken und  Bekleidungen

in Ver­samm­lungs­räu­men

> 100 m²

A

§ 5.6

 

 

 

 

Bekleidungen

in Ver­samm­lungs­räu­men  

< 1.000 m²

B1 + d0   oder geschlossene, nicht hinter­lüftete Holzverkleidungen*

§ 5.2

 

an Wänden

in Ver­samm­lungs­räu­men  

> 1.000 m²

B1 + d0

§ 5.2

§ 5.5

§ 5.6

 

 

 

 

Sitze

bei mehr als 5.000 Besucherplätzen

B1 + Unterkonstruk­tion nicht brennbar*

33.2

Unterkonstr. von ver­än­der­baren Einbau­ten wie Podien und Tribünen

außer Podien < 20 m²

und

Ausstellungsstände

A

§ 3.6

Ausschmückungen

 

B1

33.5

 

 

*  Erleichterung nur für gewachsenes Holz (z.B. Nut+Feder) nicht PressSpan, Lami­nat, OSB-Platten etc.        

 

zu den Wand- und Deckenverkleidungen zählen auch textile Bespannungen, nicht jedoch Farbanstriche oder Tapeten [30]

 

Ausschmückungen im Versammlungsraum                                           

"Ausschmückungen müssen unmittelbar an Wänden, Decken ... an­ge­bracht werden. Frei im Raum hängende Aus­schmückun­gen sind zu­läs­sig, wenn sie einen Abstand von mindestens 2,50 m zum Fuß­bo­den haben. Aus­schmückungen aus natürlichem Pflan­zen­schmuck dür­­fen sich nur so lan­ge sie frisch sind in den Räu­men befinden."   [MVStättV § 33.6]

 

 

 

 

 

 

Begriffe                                                                          [MVStättV § 2]

Ausstattungen sind Bestandteile von Bühnen- oder Szenenbildern. Hier­zu ge­hö­ren ins­besondere Wand- Fußboden- und Decken­ele­men­te, Bild­wän­de, Trep­pen und sonstige Bühnenbildteile.

Requisiten sind bewegliche Einrichtungsgegenstände ... ins­be­son­dere  Möbel, Leuch­ten, Bilder und Geschirr.

Ausschmückungen sind vorübergehend eingebrachte Dekorations­ge­gen­stän­de ... insbe­son­dere Drapierungen, Girlanden, Fahnen und künstl. Pflanzen­schmuck"

 

 

 

 

 

 

1.3.7.3.   Bau­stoff­an­for­de­run­gen Bühne

an­for­de­run­gen Arbeitsschutz (BGV C1) Seite 85

Großbühne                                                                          [MVStättV § 22]

Alle für den Bühnenbetrieb notwendigen Räume und Einrichtungen in einem eige­nen ... Bühnenhaus,   Trennwand und Türen F90;

 

Schutzvorhang = eiserner Vorhang                                                 Seite 22

 

 

BGV C1 § 29:  Aufbauten und Deko schwer entflammbar

 

 

 

 

 

 

  Bau­stoff­an­for­de­run­gen  Bühne [MVStättV  Anlage 2 (Gastspielprüfbuch)]

 

Szenenfläche

Groß-Bühne

Zu­schauer-raum und Neben­räume

Foyers [31]

M-VstättV       §

   ohne

 mit

automatische Feuerlöschanlage

Szenenpodien Fußboden/Beläge

B2

B2

B2

B2

B2

3.6

Szenenpodien Unterkonstruktion*

A

A

A

A

A

3.5

Vorhänge

B1

B1

B1

-

-

33.1

Ausstattungen

B1

B2

B2

-

-

33.3

Requisiten

B2

B2

B2

-

-

33.4

Ausschmückung

B1

B1

B1

B1

B1

33.5

 

 

*Ausnahme für Szenenpodien < 20 m² (neu 2005)                       Podien S. 86

 

 

Böden

"Der Fußboden von Szenenflächen muss fugendicht sein. ... Die Unter­kon­­­struktion, mit Ausnahme der Lagerhölzer, muss aus nichtbrenn­ba­­ren Bau­stoffen bestehen. Räume unter dem Fuß­bo­den, die nicht zu ei­ner Un­ter­bühne gehören, müssen feuerbeständige Wän­de und Decken haben."          [§ 3.5]

 

 "Die Unterkonstruktion der Fußböden von Tribünen und Podien, die ver­än­der­ba­re Einbauten in Ver­samm­lungs­räu­men sind, muss aus nicht­brenn­ba­ren Bau­stoffen bestehen; dies gilt nicht für Podien mit insgesamt nicht mehr als 20 m² Fläche.            [§ 3.6]

 

 

Werkstätten, Magazine, Lagerräume, Räume unter Tribünen und Podien

Decken und Trennwände F 90                                           [MVStättV 2005 § 3.4]

 

 

Arbeitsgalerien etc. - aus nicht brennbaren Bau­stoffen und mind. 2 m lichte Höhe

                                                                                          [MVStättV § 18.1]

 

 

 

 

 

 

 

VStättV (1978)                                             [VStättV 1978   § 109]

Vorhänge und Deko

- dürfen den Rettungsweg nicht einengen

- nicht das geringste Stück unter dem eisernen Vorhang

- Abstand zu Decke oder Rollenboden min. 1 m (wegen Sprühwasseranlage)

 

 

   Bau­stoff­an­for­de­run­gen    - ALT -                   VStättV 1978

 

Voll-Bühne

Mittel-Bühne

Klein- Bühne

Vorbühne + Szenenfläche

Rettungs­weg

Versamm.­raum

Studio

A

X

X

X

X

X

X

X

B1

X

X

X

 

 

X

X

B2

X

 

 

 

 

 

 

 

gilt nicht für Möbel, Lampen und ähnliche Gegenstände.

Kleinbühne                                                       VStättV 1978

kein Schutzvorhang

Mittelbühne                                                       VStättV 1978

Vorhang aus nicht brennbaren Stoffen (z.B. Glasvlies) der im Brand 15 Min. hält

muss eine Berieselungsanlage haben                                                

nicht flatternd                                                                                      

 

 

 

1.3.7.4.    Bau­stoff­an­for­de­run­gen Rettungsweg

= notwendige Flure und Treppenräume

an­for­de­run­gen an die Leitungsanlage                  Leitungsrichtlinie MLAR  Seite 15

 

 

 

Bau­stoff­an­for­de­run­gen Rettungsweg

 

Anforderung

 

MVStättV

Unterdecken und Bekleidungen

nichtbrennbar + nicht brennend abtropfend

ggf. auch Foyer*

§ 5.4

§ 5.6

Dämmstoffe

nichtbrennbar

immer

§ 5.1

Ausschmückungen

nichtbrennbar

 

§ 33.5

Bodenbeläge

nichtbrennbar

in  und  zwischen notwend. Treppenräumen und ihren Ausgängen ins Freie

§ 5.7

Bodenbeläge

B1

in notwendigen Fluren und ggf. Foyers*

§ 5.7

 

 

* Foyer nur wenn Rettungsweg anderer V.räume durchs Foyer führen [MVStättV 2005]

 

 

Rettungswege MBO Seite 8,   Bemessung Rettungswege S. 19

 

 

 

1.3.7.5.    Eiserner Vorhang                         

Schutzvorhang                                                                                         [MVStättV § 23]

aus nicht brennbaren Material                                                                   

durch Eigengewicht schließend                                                                 

Der EV ist meist ausgekontert, Restgewicht ca. 500 kg - 1 to.

 

Schließzeit max. 30 Sek. (Schnellschließung)

 

450 N/m² in beide Richtungen    = 450 Pascal

 

Türe, falls vorhanden, muss zur Bühne öffnen; wg. Überdruck auf der Bühne im Brand­fall, max. 1 m breit.

 

im geschlossen Zustand an allen Seiten F90-Bauteile, außer Bühnenboden

 

Auslösung EV durch Hand von mind. 2 Stellen

 

Rauchdicht (oben Sandrinne, etc.)

 

berieselt durch automatische Löschanlage, zusätzlich Handauslösung  [MVStättV 24.1]

 

ak. Warnsignal, wenn fährt; in jedem Betriebszustand deut­lich wahrnehmbar  

UVV: netzunabhängig                                                              [BGV C1 § 10.5]

 

 

Der "eiserne Vorhang" ist kein Brandschutztor und kein kraftbetätigtes Tor, son­dern ein Brandwandersatz, da die Trennwand zwischen Bühnenhaus und Zu­­schau­er­­haus aus betrieblichen Gründen eine Bühnenöffnung haben muss.

 

Die Tore zur Seiten- oder Hinterbühne dienen nur dem Schall- und Sichtschutz.

keine Brandschutzan­for­de­run­gen

 

Wenn dort Szenenaufbauten der laufenden Spielzeit bereitgestellt werden:

dichtschließende Abschlüsse aus nichtbrennbaren Bau­stoffen [MVStättV § 34.2]

Betriebsvorschriften Seite 84

MVStättV § 23   Schutzvorhang

"(1) Die Bühnenöffnung von Großbühnen muss gegen den Ver­samm­lungs­­raum durch einen Vorhang aus nichtbrennbarem Material dicht ge­­schlos­sen werden kön­nen (Schutzvorhang). Der Schutzvorhang muss durch sein Ei­gengewicht schließen können. Die Schließzeit darf 30 Se­kun­den nicht über­schreiten. Der Schutz­vorhang muss einem Druck von 450 Pa [32] nach bei­den Richtungen stand­halten. Eine höch­stens 1 m breite, zur Haupt­büh­ne sich öffnende, selbsttätig schließen­de Tür im Schutz­vorhang ist zulässig.

(2) Der Schutzvorhang muss so angeordnet sein, dass er im ge­schlos­se­nen Zu­­stand an allen Seiten an feuerbeständige Bauteile anschließt. Der Büh­nen­­bo­­den darf unter dem Schutzvorhang durchgeführt wer­den. Das untere Pro­fil die­ses Schutzvorhangs muss ausreichend steif sein oder mit Stahl­dor­nen in ent­sprechende stahlbewehrte Aus­spa­run­gen im Büh­nen­boden ein­greifen.

(3) Die Vorrichtung zum Schließen des Schutzvorhanges muss min­de­stens an zwei Stel­len von Hand ausgelöst werden können. Beim Schließen muss auf der Büh­ne ein Warnsignal zu hören sein."

 

 

 

 

VStättV (1978)                                              [VStättV 1978   § 55]

wenn breiter als 8 m muss er zwei Dorne an der Unterseite haben, die im Bühnen­bo­den in zwei Hülsen einfahren.      

 

Berieselung durch Löschanlage: nur Handauslösung                                    

ak. Warnsignal, wenn fährt; in jedem Betriebszustand deut­lich wahrnehmbar

muss unten an feuerbest. Bauteile aufsetzen (außer Bühnenboden)               

 

 

 

Prüfungen EV

täglich prüfen,  (Hochziehen - Ablasssen - Hochziehen)            [MVStättV § 36.1]

vor der ersten Vorstellung oder Probe;

in Gegenwart der Feuerwehr

 

 

 

UVV: Alle 4 Jahre durch erm. Sachverständigen                               [BGG 912]

 

 

 

1.3.7.6.    Rauch- und Wärmefreihaltung

DIN  18232            Rauch und Wärmefreihaltung -

     Teil 1                      Begriffe Aufgabenstellung

     Teil 2                      Natürlicher Rauchabzug   

 

DIN EN 12101    Rauch- u. Wärmefreihaltung-

     Teil 1                      Bestimmungen für Rauchschürzen

     Teil 8                      Entrauchungsklappen   Entwurf 

     Teil 10                   Energieversorgung

 

"Rauchableitungsöffnungen sollen an der höchsten Stelle des Raumes lie­gen und müssen unmittelbar ins Freie führen."     [MVStättV  § 16.5]

Schächte möglich, wenn F30 / F90 und bis 0,25 m über der Dachfläche.        

Maschinelle Rauchabzugsanlagen: mind. 30 min. bei 300° C; normale Lüftungs­an­la­­gen nur, wenn sie die zusätzlichen an­for­de­run­gen erfüllen.

 

 

 

Bedienung

eine jederzeit zugängliche Stelle im Versammlungsraum[33]                    [§ 16.8]

im Treppenhaus: in jedem Geschoss                                                [§ 16.8]

Beschriftung "Rauchabzug" und die Bezeichnung des jeweiligen Raumes

Betriebsstellung der Anlage muss an der Bedienstelle erkennbar sein          

 

 

Bedienstellen möglichst nicht rot sondern gelb, weil sonst Verwechslung mit Feuer­mel­der möglich ist.

 

 

 

Beschriftung "Rauchabzug"             Leitungen und Funktionserhalt MLAR  Seite 15

Rauchfreihaltung Bauordnung Seite 8

Brand - Rauch Seite 33

 

 

 

VStättV (1978)

an allen Bedienstellen muss erkennbar sein, ob offen oder zu                       

müssen bei 350 N/m²  selbsttätig öffnen                                                 

und deswegen i.d.R. nach außen öffnen

und zwar durch Eigengewicht

möglichst im Dach an der höchsten Stelle

wenn Schnürboden mit Holzbelag: mind. 4 cm breite Spalten (reicht oft nicht). Git­ter deswegen besser.

   Prospekte müssen 1 m unterhalb des Schnürbodens ste­hen bleiben.

auch Rauchabzug muss berieselt werden

 

 

 

1.3.7.6.1.    Rauchableitung Bemessung

 

Notwendige Flure und Treppen                       Begriffe Seite 9

Notwendige Treppenräume: Öffnungsfläche mind. 1 m²              [MVStättV § 16.4]

Bedienung: eine in jedem Treppengeschoss                          [MVStättV § 16.8]

Ver­samm­lungs­räu­me

Räume < 200 m²   keine an­for­de­run­gen                                         [§ 16.1]

 

Räume 200 m² - 1.000 m²,  auch Aufenthaltsräume genügt:

Rauchklappe etc. mit 1% der Grundfläche des Raumes         - oder

Fenster u. Türen mit 2% der Grundfläche des Raumes          - oder

masch. Rauchabzugsanlage mit 36 m³/h je m² Grundfläche des Raumes [34]

 

 

Räume > 1.000 m² *

Rauchabzüge müssen so bemessen sein, dass sie eine raucharme Schicht* von mind. 2,5 m auf allen zu entrauchenden Ebenen ermöglichen.            

 

Raucharme Schicht auf allen Ebenen, auf denen sich Personen aufhalten können.

 

 

 

 

Die raucharme Schicht ist erforderlich um einen sicheren und wirkungsvollen Ein­­satz der Feuerwehr zu ermöglichen; nur so ist im Brand­fall eine rasche Su­che nach in den Räumen verbliebenen Personen oder Brandherden ge­währ­leistet.

Die 2,5 m raucharme Schicht berücksichtigt die durchschnittliche Kör­per­größe ei­nes Men­schen und einen Sicherheitsbeiwert [35]

 

 

 

Bedienung: eine zugängliche Stelle im Versammlungsraum     [MVStättV § 16.8]

Darf jeder bedienen, dem das nötig scheint!

Szenenfläche

wie Versammlungsraum;  siehe oben

Bühne

Raucharme Schicht von mind. der Höhe der Bühnenöffnung (Portal)

Großbühne                                                      [MVStättV § 16]

Raucharme Schicht von mind. der Höhe der Bühnenöffnung (Portal)

automatische Auslösung bei Überdruck max. 350 Pa wg. eisernem Vor­hang

auch automatische Temperaturauslösung zulässig

 

 

 

 

VStättV (1978)

Ver­samm­lungs­räu­me und Hallen                                          [VStättV 1978   § 27]

bei fensterlosen Ver­samm­lungs­räu­men oder Fenstern die nicht zu öffnen sind (also immer):     mind.  0,5 m² / 250 m² Grundfläche         =    1 m² / 500 m² 

Bedienung  1 x von außerhalb des V.raumes (sichere Stelle im Erdgeschoss)

 

 

 

Szenenfläche

3% der Szenenfläche                                                       [VStättV 1978  § 27.2]

 

 

 

Kleinbühne

kein Rauchabzug auf der Bühne

 

 

 

Mittelbühne

VStättV (1978)

3% der Bühnengrundfläche    Bühne                                    [VStättV 1978 § 38.1]

3% der Bühnengrundfläche    Versammlungsraum                 [VStättV 1978 § 27.2]

Wand oder Decke

Bedienung  von 2 Stellen:      eine davon auf der Bühne

                                         eine außerhalb der Bühne

Vollbühne                                                                     [VStättV 1978  §§ 27, 48]

Rauchabzug Versammlungsraum

R = 0,5 x Ö (2 x Bühnenfläche - 100m²)       -an der Decke                           

R = Größe des Rauchabzugs in m²                                                                                                          

 

Beschriftung: Rauchabzug Versammlungsraum

 

Rauchabzug Bühne

8% der Bühnengrundfläche    -Rauchabzug an der Decke       - oder

12% der Bühnengrundfl.        -Rauchabzug an der Wand direkt unter der Decke

Bedienung  von 2 Stellen:      eine davon auf der Bühne

                                         eine außerhalb der Bühne

Handauslösung nur durch Feuerwehr (Ofenklappe!!)

automatische Auslösung bei Überdruck max. 350 Pa wg. eisernem Vor­hang

                                                                            (= 35 kp/m² =350 N/m²)

 

 

 

1.3.7.7.    Abfallbehälter und Abfalllagerung

"Für die Sammlung von Abfällen und Wertstoffen müssen dafür geeignete Behälter im Freien oder besondere Lagerräume vorhanden sein."  [§ 21.3]

funktionierende Abfalllogistik bei Auf- und Abbau!!                                       

Insbesondere in Messehallen stellen die gleichzeitig anfallenden enormen Ab­fall­men­gen ein unberechenbares Brandrisiko dar.

Abfallbehälter fl. Bau S. 31,  Lagerräume Seite 82

 

 

 

1.3.7.8.    Übersicht Versammlungsstätten nach Größe

 

 

Szenenfläche - Bühnen

50 - 200 m²

Fachkraft (VfV)   

40.4

> 200 m²

2 x Meister (VfV)

Brandsicherheitswache

techn. Probe § 40 oder Gastspielprüfbuch

40.3

41.2

40.6

Großbühne

2 x Meister (VfV)

techn. Probe § 40 oder Gastspielprüfbuch

Brandsicherheitswache

Umgang

Löschanlage

eigenes Bühnenhaus

40.3

40.6

41.2

7.2

24.1

22.1

 

 

Ver­samm­lungs­räu­me

nach Besucherzahl                                                                                                             MVStättV §

< 200 Besucher

mind. 0,90 m Rettungswegbreite

7.4

> 200 Besucher

mind. 1,20 m Rettungswegbreite

7.4

> 5.000 Personen

Abschrankung von Stehplätzen vor Szenenflächen

Wellenbrecher

Sanitätsdienst

29

28

41.3

>10.000 Personen in Sportstadien

Blöcke 2.500 Personen

Abschrankungen zum Innenraum 2,2 m hoch

27

nach Grundfläche

< 100 m²

1 Ausgang

6.5

> 100 m²

2 Ausgänge

Halterungen von Decken und Bekleidungen in A1/A2

5.6

6.5

> 200 m²

Rauchableitung

16.1

> 1.000 m²

Wandhydranten

raucharme Schicht 2,5 m * = maschineller Rauchabzug

Alarmierungsanlage

Brandfallsteuerung

Bekleidungen Decke  A   + d0

Bekleidungen Wand  B1 + d0

Feuerwehrraum                            

19.2

16.3

20.2

20.4

5.3

5.2

20.3

> 3.600 m² Gesamtfläche

automatische Feuerlöschanlage **

19.3

 

*  nicht in Bayern

**    nicht für Ver­samm­lungs­stät­ten, deren Versamm­lungs­räume jeweils nicht mehr als 400 m² Grund­fläche haben, nicht in  Bayern;

 

 

 

 

 

Foyers

Foyer ohne Rettungsweg

Ausschmückung B1         B1

Bodenbeläge        B2

33.5

5.7

Foyer oder Halle, wenn Rettungsweg

Ausschmückung A

Unterdecken        A  + d0

Bekleidungen       A  + d0

Bodenbeläge        B1

und zusätzlich automatische Feuerlöschanlage

33.5

5.4/5.5

5.4/5.5

5.7

19.3


[30]        Löhr/Gröger 2006  Seite 144

[31]        außer Foyer ist Rettungsweg

[32]        450 Pa = 450 N/m²

[33]        in Bayern beim Rauchabzug Bühne zusätzlich eine weitere Bedienstelle außerhalb der Bühne

[34]        entspricht einer Abluftleistung von 2 - 4 m³/sek

*         nicht in Bayern

[35]        Begründung ARGEBAU 2002, Seite 20


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